Riesenschnauzer auf Reisen: Von Sachsen nach Portugal

Mila Saxx

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Ein Hund zwischen Elbe, Atlantik und neuer Heimat

Ich bin ein deutscher Riesenschnauzer – geboren in Sachsen, geprägt von klaren Kommandos, Pünktlichkeit beim Futter und langen Spaziergängen in der Dresdner Heide oder an der Elbe. Mein Fell trotzt Schnee und Regen, mein Charakter ist so robust wie das Kopfsteinpflaster in der Altstadt. Kurz gesagt: der perfekte Ordnungshüter – typisch deutsch eben.

Doch dann kam der große Umzug: Auswandern mit Hund nach Portugal. Für meine Menschen ein Traum, für mich ein Kulturschock.


Reisepass, Impfungen und Bürokratie auf vier Pfoten

Auch Hunde müssen durch den Papierkram: Chip, EU-Heimtierausweis, Impfungen – alles Pflicht, bevor es nach Süden geht. Selbst mein Pudel-Freund aus Dresden meinte scherzhaft: „Na Schnauzer, jetzt brauchst du auch ’nen Pass wie deine Menschen.“ Die Abschiedsszene war schwer – Freundschaften auf vier Pfoten sind fürs Leben.


Von Elbwiesen zu Atlantikwellen

Portugal riecht anders: Statt feuchter Wiesen und Bratwurstduft liegt hier Salzluft in der Nase, dazu Fischmärkte und Pinienharz. Der Boden brennt mittags unter den Pfoten, deshalb heißt es: Schatten suchen. „Siesta“ musste ich erst lernen – in Sachsen hatten nur Omas Mittagsruhe, nicht Riesenschnauzer.


Neue Freunde, neues Rudel

Zum Glück habe ich schnell Anschluss gefunden. Da ist der freche portugiesische Straßenhund, mein neuer Kumpel, der mir zeigt, wie man frei durchs Dorf stromert. Und dann die zwei Bolonkas aus der schicken Villa des Nachbarn – immer frisch frisiert, mit Schleifchen im Fell und beinahe zu edel für die staubige Dorfstraße. Unterschiedlicher könnten wir nicht sein – und trotzdem gehören wir zusammen.


Zwischen Tierarzt und Hunderente

Auch in Portugal gibt es Tierärzte – weniger Technik als in Dresden, dafür viel Herz. Medikamente und Leckerlis sind günstiger, das freut Mensch und Hund. Ich werde älter, die Menschen nennen es „Hunderente“: weniger Kilometer, dafür mehr Schattenplätze und Käsehäppchen vom Markt.


Heimat bleibt Heimat – egal wo

Eines habe ich gelernt: Heimat ist nicht nur ein Ort, sondern das Rudel, mit dem man lebt. In Sachsen hatte ich meinen Pudel-Freund, hier habe ich den Straßenköter und die Belongas. Meine Menschen vermissen Schwarzbrot – ich sehne mich nach einem Napf, der pünktlich gefüllt wird. Ordnung habe ich aus Deutschland mitgebracht, Gelassenheit lerne ich in Portugal.

👉 7 Momente Heimat – ein Stück Zuhause für alle, die in der Ferne leben.

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